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Geschrieben von Günter Gatzweiler   

Schon weit vor dem Jahr 1995 wurde in Veert Karneval in Form von Büttenabenden gefeiert. Im Jahre 1992 wird unter der Regie von Heribert Munsters (Musikverein Aurora) und Johannes Kubon (AH SV Veert) der erste Karnevalszug durch die Ortschaft Veert auf die Beine gestellt. Die Freude am Karneval hat die Initiatoren nicht ruhen lassen den Karnevalszug in Veert auf Dauer durchzuführen. Dies gelang mit steigender Anteilnahme der Veerter Bevölkerung bis zum Jahre 1995. Ab da gingen die Überlegungen weiter und es sollte erstmalig ein Prinz die Veerter Narren regieren.

Ein Prinz mit Garde für die Session 1995/1996 war schnell gefunden. Jetzt musste ein Prinzenwagen gebaut werden. Mit vielen helfenden Händen wurde ein stattlicher Wagen erstellt. Dieser Wagen dient heute noch als Vorstandswagen beim Veerter Karnevalszug.

Beim traditionellen Büttenabend im Januar 1996 im Saale Verhoeven „Zur Niersbrücke“ war es dann soweit. Der 1. Prinz in Veert wurde samt Garde der Veerter Bevölkerung vorgestellt: Prinz Heinz-Dieter I. (Mentrop) wurde gekürt. In seiner Garde standen als stolze Römer (mit nackten Beinen): Theo Elspaß, Ludger Kersten, Franz Kubon, Jürgen Stroecks.

An diesem Abend wurde zum ersten Mal an einen verdienten Karnevalisten die Auszeichnung „Steckenpferdträger des Jahres“ verliehen. Der 1. Steckenpferdträger war Gerd Hermanns, musikalischer Leiter des Musikvereins Aurora.

In den folgenden Tagen wurde auch das Motto der Veerter Karnevalisten gefunden. Veert und Pferd passten gut zusammen und so wurde der wiehernde Pferdekopf zum Symbol der Veerter Narren. Er ziert das Logo, das Steckenpferd, den Prinzenwagen und das Zepter des Prinzen. Der Schlachtruf lautete fortan: …da wo das Pferd wiehert, Veert Helau!

Im Februar 1996 zog dann unter großem Anteil der Veerter Bevölkerung , Prinz Heinz-Dieter I. mit seiner Garde und den Mariechen Anne Kubon und Anja Verhoeven durch die Veerter Ortschaft. Mit insgesamt 16 Nachbarschaften, Gruppen und Vereinen beteiligten sich viele Veerter Bürger und Bürgerinnen an diesem 1. Karnevalszug mit Prinz und Garde.

Der große Erfolg dieser Veranstaltung veranlasste die Urheber einen Karnevalsverein zu gründen. Am 13.03.1996 trafen sich 7 Männer und Frauen aus Veert um den VVK, Verein zur Förderung des Veerter Karnevals e.V. zu gründen.

Die Gründer des VVK waren:

Heinz-Dieter Mentrop, Heribert Munsters, Werner Jockweg, Ursula Jockweg-Kemkes, Christoph Kemkes, Johannes Kubon, Ingrid Wunder. In den Vorstand gewählt wurden:

Johannes Kubon: Präsident

Heinz-Dieter Mentrop: 2. Vorsitzender

Heribert Munsters: Geschäftsführer

Ursula Jockweg-Kemkes: Kassierer

Christoph Kemkes: Organisationsleiter

Ingrid Wunder: Beisitzer.

Im Laufe des Jahres steigerte sich die Mitgliederzahl auf 24.

Im November 1996 wurde für die Session 1996 / 1997 mit Helmut I. (Hetzelsen.) der 2. Veerter Prinz gekürt. Als Garde standen an seiner Seite: Holger Hetzel, Hermann-Josef Linskens, Heinz Kellerbach, Rolf Wienen. Als Mariechen tanzten in dieser Session: Britt Mentrop und Anne Kubon. Erstmals trug in diesem Jahr der Veerter Prinz eine Prinzenkette die vom VVK angeschafft werden konnte. Es folgten die Veranstaltungen Prinzen-Biwak, Büttenabend, Altweiberball, der Straßenkarneval mit Umzug und der „Midfastenzug“, mitten in der Fastenzeit in Gelderns Partnerstadt Bree in Belgien.

Zum Prinzen-Biwak war sogar das Westdeutsche Fernsehen mit einer Übertragung vor Ort. Am Büttenabend wurde dann das 2. Veerter Steckenpferd an Gerd Haberstock verliehen. Gerd Haberstock war lange Jahre Sitzungspräsident der ersten karnevalistischen Büttenabende in Veert. Dass die Veerter

Karnevalisten nicht nur feiern können, bewiesen die Aktiven (nüchtern) mit einer gemeinsamen Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz.

Für die Session 1997/1998 wurde im November 1997 mit Gerd I. (Haberstock) der neue Prinz gekürt. An seiner Seite in der Garde traten an: Hans Kempkens, Ludger Kersten (zum 2. Mal Gardist), Heinz-Dieter Mentrop (Prinz 1995 / 1996), Werner Moll, Franz-Josef Spolders. Die Tanzmariechen erweiterten ihren Kreis auf 3 Mädchen: Anne Kubon, Martina Lichte (neu), Brit Mentrop. Als weitere Veranstaltungen folgten die Karnevalssitzung bei Verhoeven „Zur Niersbrücke“, das Prinzen- Biwak, die Altweiberfete und der traditionelle Veerter Karnevalszug.

Die Karnevalssitzung wird von Veerter Bürgern gestaltet. Eigene Stimmungslieder wie „Wie fiere Festelovend“ und „Wir fahr´n nach Balkonien“ wurden getextet und sind inzwischen allen in Fleisch und Blut übergegangen. Der Veerter Kirchchor präsentierte unter der Leitung von Heinrich Valentin ein neues Heimatlied. Das 3. Veerter Steckenpferd wurde in diesem Jahr an Karin Ingenillem verliehen. Karin Ingenillem schminkt seit Jahren die Veerter Akteure vor Ihren Auftritten und lässt sie dadurch besonders gut aussehen. Am Veilchendienstag nimmt Prinz Gerd I. „mit einer Träne im Knopfloch“ Abschied von seiner Regentschaft.

In der Session 1998 / 1999 hat sich der Präsident des VVK einen Traum erfüllt. Er wurde Prinz Hans I. (Kubon). Schon bald nach der Proklamation hatte er seinen Spitznamen: „Der kleine Prinz“. Seine Garde in schmucken Husarenuniformen bestand aus: Theo Aengenheister, Karl-Heinz Bernards, Günther Böhm, Günter Gatzweiler, Heinz Giesen, Franz Kubon (zum 2. Mal Gardist), Jochen Lichte, Ernst Murmann, Bruno Waerder, (allesamt Kegelbrüder des Prinzen). Die Tanzmariechen waren wiederum: Anne Kubon, Martina Lichte und Britt Mentrop. Dem Spitznamen „Der kleine Prinz“ hatte die Garde Rechnung getragen, indem der Gardist Karl- Heinz Bernards stets eine kleine Treppenleiter auf dem Rücken mitführte. So konnte der Prinz auch aus den letzten Reihen gesehen werden und konnte selbst das närrische Volk gut überblicken. In diesem Jahr fand die Karnevalssitzung erstmalig im beheizten Zelt auf dem Veerter Marktplatz statt. Die 500 Sitzplätze waren im nu verkauft und dem Vorstand fiel ob des hohen Risikos ein großer Stein vom Herzen. Dieser unglaubliche Run auf die Karten, der bis heute anhält, beweist den großen Stellenwert des Veerter Karnevals in der Bevölkerung. Das gesamte Programm wird bis auf den heutigen Tag von Veertern für Veerter gestaltet. Die Stimmung bei diesem ersten Zeltkarneval war bombastisch und veranlasste die Verantwortlichen des VVK auf diesem Wege weiter zu machen. Der Ablauf eines solchen Abends ist eine organisatorische Meisterleistung, die vom Vorstand mit vielen Helfern erbracht wird.
Das 4. Veerter Steckenpferd wurde an Helmut Preis, seines Zeichens langjähriger Zeremonienmeister, verliehen. Das Feiern ging mit dem Altweibertag weiter. Zuerst stand der Besuch im Veerter Kindergarten an. Hier fühlte sich der „kleine Prinz“ sichtlich wohl, da er die Kinder kaum überragte. Weiter ging es mit dem Besuch der Banken in Veert und der Volksbank in Geldern. Dort war auch eine große Abordnung aus der Partnerstadt Bree vertreten. Die Veerter Garde hatte schnell Kontakt geknüpft und es wurde getanzt und ordentlich gefeiert. Die nächste Station war traditionell der Veerter Seniorentreff. Hier wurde mit den Senioren und Seniorinnen gesungen, geschunkelt und getanzt. Nach diesem Mammutprogramm ging es zum Endspurt nach Verhoeven „Zur Niersbrücke“ um dort Altweiber zu feiern. Der Karnevalszug am Samstag war bei herrlichem Wetter ein tolles Erlebnis für den Prinzen und seine Garde. Ganz Veert war auf den Beinen und hat bis tief in die Nacht den Veerter Straßenkarneval gefeiert. Abschied war, der Tradition entsprechend am Veilchendienstag. Wie bei allen anderen Prinzen und Garden vorher war die einhellige Meinung: „Es war ein tolles Erlebnis, das ich nicht mehr missen möchte“.
Inzwischen hatte sich im Vorstand des VVK einiges verändert. Geschäftsführer ist nun Gerd Haberstock ( 2. Steckenpferdträger und Prinz 1997 / 1998), Kassierer ist nun Ralf Mehler, Ursula Jockweg- Kemkes ist zusammen mit Franz Kubon (Gardist 1995 / 1996 + 1998 / 1999) für Programm und Moderation zuständig. Chronik des VVK 4

Der Millenium-Prinz für die Session 1999 / 2000 wurde (Kalli) Karl-Heinz I. (Koppers). In seine Garde hatte er viele Nachbarn aus dem Rayendonk berufen: Rolf Aal, Frank Berndt, Matthias Bongartz, Peter Flintrop, Viktor Gacionis, Carsten Hoffmann, Georg Hüskes, Christian Koppers, Frank Koppers, Thomas Koppers, Gerd Paulini, Elmar Stöcker. Das Motto dieser Truppe lautete gemäß ihren tollen Uniformen mit Säbel: „Einer für alle …, alle für einen. Bei der Proklamation gab es eine Premiere besonderer Klasse. Die Minigarde, bestehend aus 4 – 6 jährigen Mädchen des VVK hatte ihren ersten Auftritt. Unter der Leitung von Birgit Hegmanns und Cordula Hermsen hatten die Kleinen einen schönen Tanz einstudiert und ernteten tosenden Beifall für diesen Vortrag: M.-Josefine Berndt, Verena Drost, Annika Dyx, Sanja Görtz, Jennifer Hell, Jaqueline Hell, Theresa Hermsen, Melina Hoffmann, Jessica Koppers, Leonie Kühlen, Maike Schneckmann, Maxi Valentin, Anne-Christine Willems, Svenja Wirtz. Hier war eine Gruppe entstanden, die in den kommenden Jahren noch viel Freude bereiten sollte. Die Karnevalssitzung im Zelt war wieder ein voller Erfolg. Ein tolles Programm von Veerter Akteuren. Die Minigarde trat zum ersten Mal vor ganz großem Publikum auf, der Tanz der Prinzengarde und der Mariechen und nicht zuletzt die vielen Vorträge in Form von Büttenreden, Sketchen, Tänzen und Musikdarbietungen brachten das Zelt zum kochen. Die Verleihung des 5. Veerter Steckenpferdes ging in diesem Jahr an eine Gruppe die vom ersten Tag an dabei war: „Die five Seasons“, Birgit Handrich, Andrea Koch, Heike Pauels, Sylvia Wagenknecht, Michaela Walter-de Does. Prinz Karl-Heinz I. und seine Garde hatten in dieser Session viel zu tun. Als Mann von der Post kennt er eine Menge Leute und muss sich entsprechend viel zeigen. So ging neben den üblichen Veranstaltungen auch zum Kindergarten nach Pont, zur Post Geldern, zum Karnevalszug nach Hartefeld. Aber auch im Kindergarten in Veert war er herzlich willkommen, ebenso wie bei der Draak-Verleihung in der Sparkasse Geldern und beim Seniorenkarneval im Seniorentreff in Veert. Ein strammes Programm, das beim Straßenkarneval in Veert seinen Höhepunkt fand. Selbst das schlechte Wetter mit Schneeschauern konnte der Stimmung und den Besucherzahlen keinen Abbruch tun.
Zum Prinzenabschied hatte Prinz Karl-Heinz I. in den Rayendonk eingeladen. Mit Besuchern aus Nah und Fern wurde Abschied von der schönen Session gefeiert. Ein Abschied, der dem scheidenden Prinzen sichtlich schwer fiel (die Tränen liefen die Wangen herunter).

Der erste Prinz im neuen Jahrhundert zu sein ist schon etwas ganz besonderes. Für die Session 2000 / 2001 fiel die Wahl auf Prinz Werner I. (Moll). Mit einer stattlichen Garde in Kostümen der Kölner roten Funken marschierte er im November 2000 zur Proklamation ein. Die Garde wurde gestellt von: Helmut Brouwers, Manfred Engels, Gregor Hepp, Carl-Wilhelm Janssen, Jürgen Kuhnekath, Bernd Krumkamp, Günter Lücke, Jürgen Stroecks (zum 2. Mal Gardist), Helmut Willems. Die Tanzmariechen in bewährter Formation: Anne Kubon, Martina Lichte, Britt Mentrop.
Im wiederum ausverkauften Narrenzelt auf dem Veerter Marktplatz boten fast 100 Veerter Akteure dem Publikum ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Die Garde glänzte als Zugabe mit dem berühmten „Stippeföttche“ Tanz. Das 6. Veerter Steckenpferd ging in diesem Jahr an Heribert Munsters. Heribert Munsters ist nicht nur Mitgründer des VVK sondern er war auch einer der beiden Initiatoren des ersten Veerter Karnevalszuges im Jahre 1992. Der Altweibertag war wieder mit Besuchen im Kindergarten Veert, Banken, Draak-Verleihung, Karneval im Veerter Seniorentreff sehr anstrengend. Nach einer Stärkung marschierte dann der Vorstand mit Prinz, Garde und Mariechen unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Aurora in einem Fackelzug zum Vereinslokal „Alt Veert“ um dort nach dem Motto „runter von Sofa, rein in die Kneipe“ Altweiber abzufeiern. Für den Karnevalszug hatte sich Prinz Werner I. etwas ganz besonderes einfallen lassen. Er hatte kurz und bündig einen prachtvollen neuen Prinzenwagen gekauft, den er später zu einem Sonderpreis an den VVK übergeben hat.
Der alte Prinzenwagen war nun fortan Vorstandswagen. Am Samstag zog dann traditionell der Karnevalszug unter einer riesigen Beteiligung und bei strahlend blauem Himmel durch die Veerter Ortschaft. Veert stand im wahrsten Sinne des Wortes Kopf. Aber wie in jedem Jahr kommt nach einer schönen Session der schmerzvolle Abschied. Dieses Mal ging es beim scheidenden Prinzen ohne Tränen ab. Dafür flossen diese reichlich bei den 3 Mariechen. Denn diese hatten ihre letzte Session und wollten zukünftig ihr tänzerisches Wissen an die neuen Mariechen weitergeben. Für die bisherigen 6 Prinzen gab es vom VVK eine Ehrenkette die zukünftig bei allen offiziellen Auftritten getragen werden soll.
Im Laufe des Jahres 2001 wurde der bisherige Kassierer Ralf Mehler vom neu gewählten Rolf Aal (Gardist 1999 / 2000) abgelöst.

Der Vorstand des VVK hatte sich vorgenommen für die Session 2001 / 2002 in Veert endlich einmal eine Prinzessin zu küren. Böse Zungen behaupteten, dass die Prinzen immer kleiner würden und Prinzenkostüm und –hose den vielen Änderungen nicht mehr standhielte. Die Überraschung für die Veerter Narren war gelungen. Es schritt zur Proklamation tatsächlich die erste Veerter Prinzessin ein, Prinzessin Ulla I. (Jockweg-Kemkes). Sie ist Mitgründerin des VVK, also eine Frau der ersten Stunde. Mitgebracht hatte sie eine weibliche Reitergarde: Renate Baumann, Nicole Coenen, Elisabeth Hornen, Annegret Jockweg, Patricia Kruse, Birgit Rademacher, Michaela Walter- de Does. Nach dem Motto „alle unter einem Hut, da wo das Pferd wiehert …“ wollten sie die Session so lustig und fröhlich angehen, wie sie die Probephase (mit viel Sekt) verbracht hatten. Mit großem Lampenfieber zogen auch die 5 neuen Tanzmariechen ein: Lisa Dyx, Nicole Ermers, Kyra Kleinmanns, Christine Quinders, Janine Susen. Die Neuen Mariechen präsentierten sich unter der Leitung der Trainerinnen Britt Mentrop und Anne Kubon mit tollen Tänzen und waren von da an eine Bereicherung der VVK-Aktiven.
Zum Büttenabend hatte sich Prinzessin Ulla I. mit Dr. Barbara Hendricks bundespolitische Prominenz eingeladen. Sie revanchierte sich damit für eine Einladung Niederrheinischer Karnevalisten nach Berlin, die von Prinzessin Ulla I. mit Ihrer Gardistin Elisabeth Hornen gerne angenommen wurde. Bei dieser Gelegenheit trafen die beiden auch den amtierenden Prinzen der Stadt Berlin. Der Büttenabend ging wieder einmal mit einem an Höhepunkten gespickten Programm reibungslos und bei toller Stimmung über die Bühne. Die ehemaligen „Five Seasons“ –Mitglieder und Steckenpferdträgerinnen 2000 Heike Pauels und Michaela Walter-de Does hatten ihr Versprechen war gemacht. Sie wollten nach ihrer aktiven Zeit eine Nachwuchsmajorettengruppe gründen und trainieren. Auf Bitten des VVK-Vorstands trat diese dann im November 2001 in den VVK ein und hatte ihren ersten großen Auftritt. Mit dabei waren: Nadine Gutmacher, Katrin Pauels, Karina Reffeling, Jasmin Stammen, Sinha Venmanns, Svenja Waltereit. Mit fetzigen Kostümen und schmissigen Tänzen begeisterten Sie das Publikum. Die Nachwuchsgruppe „Minigarde“ präsentierte sich in neuen Gardekostümen mit schönen Tänzen. Die Auszeichnung des 7. Veerter Steckenpferdes ging in diesem Jahr an den Chefprinzenwagenzugmaschinenführer Heinz Hartjes. Von totaler Überraschung gezeichnet standen Heinz Hartjes ob dieser Auszeichnung die Tränen in den Augen.
Nach wie immer strapaziösem Altweibertag zog am Karnevalssamstag bei gutem Wetter und riesiger Stimmung auf den Straßen der Zug durch Veert. Es wurde bis tief in die Nacht auf den Straßen und in den Kneipen Karneval gefeiert. Am Sonntagmorgen hatte Pastor Michael Terhoeven alle Karnevalisten in ihren bunten Kostümen zum Gottesdienst in die Veerter Kirche eingeladen. Dieser Einladung ist Prinzessin Ulla I. mit Gefolge und dem VVK gerne gefolgt.
Am Dienstag dann der Abschied von einer wunderschönen Session. Ein Traum war für Prinzessin Ulla I. in Erfüllung gegangen. Ulla ging als die Prinzessin der Herzen in die VVK-Geschichte ein.

Da der VVK immer für Überraschungen gut ist, gab es in der Session 2002 / 2003 gleich mehrere davon. Die erste Überraschung war der Einzug des neuen Prinzen Helmut II. (Hetzel jr., Sohn des Prinzen Helmut I. 1996 / 1997) ohne Garde. Das hatte es bislang noch nicht gegeben. Auf die Frage, wo denn seine Garde wäre, antwortete Prinz Helmut II. „ich arbeite noch daran, aber es wird schon klappen“. Die überraschtesten Gäste im Saal waren sicher die Eltern Helmut und Gisela Hetzel. Die waren förmlich von den Socken als sie ihren Sohn als neuen Prinzen sahen. Sie hatten von den gesamten Vorbereitungen nichts mitbekommen.
Eine zünftige Garde junger Männer – besonders attraktiv für unsere Mariechen – stellte Prinz Helmut II. dann doch noch zusammen: Reiner Drost, Karlheinz Gasthuys, Manuel Hoppmann, Heinz Kellerbach (zum 2. Mal Gardist), Reiner Murmann, Rainer Statetzny, Wolfgang Treffner. Die zweite Überraschung war, dass der nächste Büttenabend nicht mehr im Zelt sondern in der Tennishalle auf der Gerhart-Hauptmann-Straße gefeiert werden sollte. Diese Kunde ging wie ein Lauffeuer durch die Ortschaft. Bei den beiden Vorverkäufen waren die 600 Eintrittskarten in kürzester Zeit vergriffen.
Die VVK-Verantwortlichen hatten geplant, gezeichnet, Modelle erstellt um die Tennishalle entsprechend karnevalistisch zu gestalten. Die vielen Sicherheitsauflagen mussten erfüllt, der Boden mit speziellem Schutz ausgelegt werden. Alles wurde zur vollsten Zufriedenheit der kontrollierenden Ämter erledigt. Der Abend konnte kommen. Er kam dann auch mit Pauken und Trompeten. Die Stimmung war von der ersten Minute an auf Hochtouren. Wiederum ein tolles Programm der Veerter Akteure hat dafür gesorgt, dass man über diesen Büttenabend nicht mehr nur in Veert, sondern über die Grenzen hinaus am näheren und weiteren Niederrhein in den höchsten Tönen lobend spricht.
Die Majorettengruppe „Lollypops“ hatte sich mit den 3 Mädchen Gianna Antoniazzi, Lisa Pastoors und Anja Scholz verstärkt und zeigte wieder einen schönen peppigen Vortrag. Das 8. Steckenpferd ging an die beiden Karnevalisten „Hönne + Snorre“, Hans-Gerd Honnen und Norbert Dicks Diese beiden sorgen seit vielen Jahren Rosenmontag beim SV Veert mit ihren Auftritten für Stimmung. Beim Saalkarneval des VVK sind sie ebenfalls von der ersten Stunde an dabei. Ihre Vorträge leben nicht nur om Wortbeitrag sondern insbesondere von der Mimik. Dabei ist stets größte Aufmerksamkeit beim Publikum gefordert und man kann bei ihren Auftritten förmlich eine Stecknadel fallen hören.

Der Altweibertag war für die Veerter Karnevalisten insofern ein besonderer Tag, weil mit der diesjährigen Draaktochter die Veerterin Maria Valentin für ihre viele ehrenamtliche Arbeit gekürt wurde. Im Seniorentreff präsentierten Heike Pauels und Michaela Walter-de Does mit den „kleinen Lollypops“ eine weitere Nachwuchstanzgruppe: Jane Dicks, Mara de Does, Alina Laakmann und Rebecca Post. Nach den ausgiebigen Tagesveranstaltungen zog der VVK-Tross am Abend wieder in einem Fackelzug von der Gaststätte „ All´Arco“ zum Vereinslokal „Alt Veert“ und feierte dort bis in den frühen Morgen. Der Karnevalszug lockte bei strahlendem Wetter viele Besucher aus der Umgebung an um mit den Veertern Straßenkarneval zu feiern. Am Dienstag ging es bei Fischessen, Bier, Wein und dem Kaltgetränk Els daran, Abschied von der Session 2002 / 2003 zu nehmen.

Als dritte Überraschung präsentierte der VVK im November 2003 stolz eine eigene Standarte, gestiftet vom Chefprinzenwagenzugmaschinenführer und Steckenpferdträger 2002 Heinz Hartjes. Die Standarte wurde in einer feierlichen Stunde in der Veerter Kirche von dem katholischen Pastor Michael Terhoeven und dem evangelischen Pfarrer Oliver Flader eingeweiht und somit in die Fahnenabordnungen der Veerter Vereine aufgenommen.

In der Session 2003 / 2004 konnte der VVK wieder eine schmucke Prinzessin präsentieren. Prinzessin Renate I. (Rievers) übernahm die Regentschaft über das Veerter Narrenvolk. Mit einer Garde aus hübschen Veerter Frauen zog sie unter dem Motto „…da simmer dabei“ zur Proklamation ein: Inge Aal, Margret Aengenheister, Anni Ehren, Gitty Hüskes, Jutta Kubon, Ulla Kubon-Schmidhuber, Irene Pleis, Frederike Richter, Doris Riemann, Ilona Stöcker.
Nach einigen Jahren Pause hat der VVK wieder ein Prinzenbiwak am Baumarkt VOS / REWE-Markt ausgerichtet. Mit befreundeten Karnevalsvereinen wurde ausgiebig gefeiert. Der 2. Büttenabend in der Tennishalle war von großer Stimmung und großem Programm vor ausverkauftem Haus geprägt. Immer wieder lassen sich die Veerter Akteure in Musik- und Wortbeiträgen, Sketchen und Tänzen etwas Neues einfallen. Und immer wieder ist das Publikum restlos begeistert. Die „Lollypops“ hatten in Karen Lassen einen weiteren Zuwachs ihrer Gruppe. Das 9. Veerter Steckenpferd erhielt in diesem Jahr Christoph Kemkes. Er war völlig überrascht. Hatte er doch die Urkunde auf einen anderen Namen selbst angefertigt. VVK-Mitgründer Christoph Kemkes ist für viele Dinge im VVK zuständig. Es ist müßig diese alle aufzuzählen. Er ist eigentlich verantwortlich für alles was mit Zeichnungen, Modellen, Entwürfen, Musik, VVK-Zeitschrift, usw. zusammen hängt Ein Mann auf den kein Verein verzichten kann.
Mit den Veerter Funken sind 4 junge Frauen zum VVK gestoßen, die mit ihrem tänzerischen Können das Publikum von den Stühlen holen. Zu dieser Gruppe gehören: Birgit Dormagen, Marion Gardemann, Nadine Kersten, Nicole Venhoven. Damit verfügt der VVK mittlerweile mit der Minigarde, den kleinen und großen Lollipops, den Mariechen und den Veerter Funken über 5 Tanzgruppen, die teilweise den Verein über die Grenzen von Veert hinaus bei Turnieren vertreten. Der Altweibertag war wieder einmal eine anstrengende Sache. Mit einem kräftigen Frühstück im Vereinslokal „Alt Veert“ wird dieser Tag stets begonnen. Danach folgen der obligatorische Besuch im Veerter Kindergarten. Darauf freuen sich die Kinder schon wochenlang vorher und proben auch immer ein neues Lied für den Prinzen oder die Prinzessin ein. Mit kleinen Geschenken für die Kinder verabschiedete sich Prinzessin Renate I. dann und zog weiter zu den Veerter Banken. Danach ging es mit dem Planwagen von und mit Chefprinzenwagenzugmaschinenführer Heinz Hartjes zur Draak-Verleihung in den Saal der Sparkasse Geldern. Nach einer kleinen Mittagspause ging es nochmals zur Sparkasse wo alle Karnevalsvereine im Foyer ihre Gardetänze aufführten. Danach warteten im Veerter Seniorentreff die älteren Bürgerinnen und Bürger von Veert auf den Auftritt des VVK mit der diesjährigen Prinzessin Renate I. Mit Tänzen und Vorträgen und einem Ehrentanz mit dem Seniorenprinz Georg Kubon (Vater des Präsidenten Johannes Kubon und des Moderators Franz Kubon) verabschiedete sich Prinzessin Renate I. mit ihrer Garde, den Mariechen, der Minigarde, den kleinen Lollypops (weitere Verstärkung: Lena Beaten, Sina Honnen) und dem VVK Vorstand und kehrte zur körperlichen Stärkung bei „All` Arco“ ein. Im darauf folgenden Fackelzug ging es dann zum Vereinslokal „Alt Veert“ zum abschließenden Altweiberball. Mit vielen Wagen und bunten Gruppen zog dann am Karnevalssamstag der Veerter Karnevalszug durchs Dorf. Straßenkarneval pur haben dann wieder unzählige Veerter und auswärtige Gäste in Veert gefeiert. Am Veilchendienstag war dann wieder Abschied nehmen angesagt. Prinzessin Renate I. wurde vom VVK verabschiedet. Die VVK-Verantwortlichen bestätigten Prinzessin Renate I. eine tolle Session und bescheinigten ihr als Prinzessin des Volkes in die VVK-Geschichte einzugehen.
Im Laufe des Jahres 2004 wurde der bisherige VVK Geschäftsführer Gerd Haberstok (Steckenpferdträger 1997 + Prinz 1997 / 1998) vom neu gewählten Günter Gatzweiler abgelöst.

Auch die Session 2004 / 2005 sollte für Überraschungen sorgen. Die Gerüchte, wer wird Prinz oder Prinzessin kursierten in Veert. Die Spannung am Proklamationsabend war groß. Es sollte ein Prinz werden. Er hatte schon 2 Mal am Prinzenzepter geschnuppert, jetzt wollte er es endlich in die eigene Hand nehmen. Der neue Prinz Franz I. (Kubon, 2 Mal Gardist), Moderator vieler Büttensitzungen war der neue Herrscher aller Veerter Narren. Unter dem Motto „Stammtisch, eine runde Sache“ hatte er seine Stammtischbrüder als Garde auserkoren: Theo Aengenheister (zum 2. Mal Gardist), Günter Gatzweiler (Ersatzmann für den später erkrankten Johannes Kubon, zum 2. Mal Gardist), Heinz Giesen (zum 2. Mal Gar- Chronik des VVK 10 dist), Helmut Fengels, Hans-Bernd Klaessen, Johannes Kubon (Prinz 1998 / 1999), Jochen Lichte (zum 2. Mal Gardist), Ernst Murmann (zum 2. Mal Gardist), Siegfried Vervoorst, Bruno Waerder (zum 2. Mal Gardist).
In stolzer Preußenuniform mit Pickelhaube zog die Garde mit ihrem Prinzen ein. Ex-Prinzessin Renate I. überreichte dem neuen Prinzen das Zepter mit den Worten: „Da hast Du das lästige Ding“. Lästig deshalb, weil es schwer ist, weil es bei mancher Handlung einfach stört, z.B. bei einer Ordensübergabe, und weil es immer zumindest in der Nähe des Prinzen sein muss. Franz I. hatte mit Helmut Fengels auch gleich einen Gardeoffizier benannt, der ihm diese Aufgabe abnahm. Eine launige Rede mit Rückblick hielt Prinz Franz I. dann über die Prinzenhose, in der bisher alle Veerter Prinzen, ob groß oder klein, gesteckt hatten. Die Minigarde Präsentierte 2 tolle Tänze zu Ehren des Prinzen und seiner Garde in neuen Gardekostümen. Diese Anschaffung konnte Dank des unermüdlichen Sammlers Andreas Willems gemacht werden. Die Minigarde hat sich zwar inzwischen auf 10 aktive Mädchen und das „Maskottchen“ Lena-Sophie Willems verkleinert, ist aber umso stärker in ihren Tanzdarbietungen geworden. Am Sonntag zog der VVK samt Prinz und Garde zur Karnevalistenwallfahrt nach Kevelaer. Ein großes Aufgebot von niederrheinischen Karnevalisten mit Prinzen und Prinzessinnen gab ein prachtvolles Bild in der Basilika ab. Der anschließende Zug durch die Kevelaerer Innenstadt zum Bühnenhaus wurde von vielen Zuschauern bestaunt. Prinz Franz I. und seine Garde hatten bereits bei der Proklamation bis zum frühen morgen mit dem neuen Bürgermeister der Stadt Geldern Ulli Janssen gefeiert. Da lag es nahe, den Bürgermeister zum Ehrengardisten zu erklären. Diese Auszeichnung erfolgte im Rahmen eines Stammtisches und wurde von Bürgermeister Ulli Janssen dankbar angenommen. Zum Neujahrsempfang hatte Prinz Franz I. in sein Haus geladen. Es wurde ordentlich gefeiert, wobei sich ein Sangesstreit zwischen Garde und Gardefrauen entwickelte. Dabei zeigte Ulli Janssen außerordentliches Talent im dichten neuer Verse. Es gab zum Schluss nur einen Sieger: Prinz Franz I. für die tolle Veranstaltung. Auch ein Prinzenbiwak wurde wieder am Baumarkt VOS / REWE-Markt abgehalten. Mit den befreundeten Gästen aus Geldern, Hartefeld, Kevelaer und Wankum wurde unter großer Teilnahme der Veerter Bevölkerung getanzt, gesungen und gelacht. Für das leibliche Wohl hatte der VVK ausgiebig gesorgt.
Und nun kam die Überraschung. Der Eigner der Tennishalle hatte seinem Pächter eine weitere Nutzung als Festhalle untersagt. Trotz intensiver Bemühungen des VVK ließ sich der Inhaber nicht umstimmen. Der VVK musste völlig neu planen und für den Büttenabend wieder ein Zelt beschaffen. Mit dem Vereinswirt Jürgen Finke wurde man schnell einig und konnte so die Umstellung von Tennishalle auf Zelt angehen. Dem Büttenabend selbst hat dies nicht geschadet. Das Zelt war ausverkauft, die Stimmung hervorragend und ein Programm, das alles da gewesene in den Schatten gestellt hat. Das Publikum war völlig aus dem Häuschen und voll des Lobes für die Akteure und Veranstalter. Das 10. Veerter Steckenpferd ging an 2 verdiente Aktive des VVK. Die Geschwister (Valentin) Birgit Hegmanns und Cordula Hermsen erhielten das Steckenpferd für ihre langjährige Aufbau- und Trainerarbeit bei der Minigarde. Der Altweibertag lief anstrengend wie immer ab. Für die Teilnehmer bleibt es jedoch stets ein besonderes Erlebnis.
Der Fackelzug durch Veert fiel in diesem Jahr größer aus, da das Kinderprinzenpaar von Geldern in Veert wohnt. So wurden die Karnevalsfreunde aus Geldern einbezogen und man zog unter musikalischer Begleitung durch den Musikverein Aurora zu den Häusern des Gelderner Kinderprinzenpaares, des Veerter Prinzen Franz I. und der beiden Steckenpferdträgerinnen. Der Karnevalssamstag hatte es in sich. Mit 32 Wagen und Gruppen der bisher längste Karnevalszug in Veert. Eine Teilnehmerzahl von weit über 500. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich ca. 7.500 Besucher in Veert eingefunden und gaben den entsprechenden Rahmen für diese Veranstaltung ab. Prinz Franz I. sah von seinem hohen Prinzenthron nur noch Köpfe und war überwältig von diesem Anblick. Trotz ausgiebigem Feiern ging es am nächsten morgen zur Karnevalsmesse in die Veerter Kirche. Bunte Kostüme schmückten die Reihen und Pastor Michael Terhoeven hielt ein kurze und launige Predigt. Beim Prinzenabschied  am Veilchendienstag präsentierten sich noch einmal alle Tanzgruppen und der VVKVorstand bedankte sich für eine gelungene Session, die Freude auf mehr macht. Angesichts der unglaublich guten Entwicklung des VVK ist dem derzeitigen Vorstand nicht bange um die Zukunft. Die „kleinen Lollypops“ haben sich im April 2005 mit Verena Drost und Anne Manten weiter verstärkt.

Aktueller Mitgliederstand des VVK 2005: 153 Erwachsene und 37 Jugendliche = 190 Mitglieder.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. Dezember 2013 )
 

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"Günni" Günter Gat
Hallo Gothendonker, ich kann Dir nur eines empfehlen: Selber machen!! Wenn Du dann Erfolg hast mit Deinem Vortrag bin ich der Erste, der Dir dazu grat
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